Reiseberichte

Around the World   von Raphi und Edi
Reisebericht 1


Reisebericht 2


Reisebericht 3


Reisebericht 4


Reisebericht 5

Reisebericht 6

Reisebericht 7

Reisebericht 8

Reisebericht 9

Reisebericht 10


Fish Photo Caption

Reisebericht 1                                                              Seitenanfang
Es geht nicht mehr lange, dann beginnt mein Auslandtrip. Na ja, dann verlasse ich euch für ein halbes Jahr. Den Abschied haben wir ja ziemlich intensiv gefeiert am 12.August. Wer nicht dabei war, der hat ja wirklich etwas verpasst...
Dem Altglas zufolge ist jedenfalls niemand verdurstet.

Die meisten kennen ja mein Reiseprogramm ungefähr. Doch für die, die es noch nicht genau (oder nicht mehr?) wissen, möchte ich es hier noch einmal kurz zusammenfassen:

Sonntag, 20.August, 8.05
Abflug Zürich nach New York via London. Leider fliege ich nicht mit dem gleichen Flugzeug wie Raphi, da es zwischen den einzelnen Fluggesellschaften enorme Preisunterschiede gibt. So treffen wir uns halt erst in New York.

20.August-15.Oktober:
Reise von New York nach Chicago und dann mit dem Mietwagen der Route 66 entlang via Los Angeles nach San Francisco, wo mich Raphi leider verlassen wird

5.November bis 16.Dezember:
Schule in San Diego. Ich werde versuchen, das First Certificate zu machen.

18.Dezember:
Weiterflug von Los Angeles nach Sydney - auf nach Australien

20.Dezember-19.Februar:
Reise durch den östlichen Teil von Australien

19.Februar:
Weiterflug Sydney-Bangkok

26.Februar:
Heimflug Bangkok-Zürich

27.Februar:
Back in Switzerland, wenn ich meine Reise nicht verlängert habe!!!

Reisebericht 2                                                             Seitenanfang
Nun sind wir endlich unterwegs.
Raphi & me sind nach einem langen Flug ueber den grossen Teich gut hier in New York gelandet. Leider konnten wir ja nicht mit dem gleichen Flugzeug fliegen, oder besser gesagt, wir wollten Fr.250.- sparen. Trotzdem habe ich meine Flugtaufe gut ueberstanden. Da ich ein Around-The-World-Ticket habe, musste ich der British Airways treu bleiben um moeglichst guenstig zu fliegen, und Raphi flog mit der Swissair, was fuer ihn eben billiger kam.

So, nun sind wir eben seit gestern Nachmittag hier im Big Apple. Andy Hertig, unseren Reiseberater, den ihr im Anhang ja sehen koennt, hat bis jetzt gut gearbeitet, aber wenn wir nicht mehr zurueck kommen wisst ihr wenigstens bei wem ihr euch beschweren sollt!

New York ist eine sehr interessante Stadt - wir haben schon einige Erfahrungen mit den Eigenheiten der Amis gemacht, so zum Beispiel mit Pseudo-Taxifahrern, Salat mit Erdbeergeschmack, Organisationstalenten fuer lange Warteschlangen and so on...

An unserem Ankunftstag haben wir nicht mehr so viel unternommen. Das "Tschaetlaeck" machte sich ein wenig bemerkbar, und durch die Zeitverschiebung von 6 Stunden hatten wir einen ziemlich langen Tag... Nach einem kurzen Jogging im Park liefen wir uns halbtot durch Manhattan. Und als wir endlich bei den Twin Towers ankamen, mussten wir zuerst einmal einige Meilen anstehen. Das lange Warten hat sich aber gelohnt. Die Aussicht ueber die ganze Stadt ist einfach gigantisch, vor allem bei diesem schoenen, warmen Supersommerwetter!
Nachher haben wir uns noch ein wenig in Manhattan verlaufen, doch schliesslich landeten wir dann doch im Little Italy, wo wir Z'Nacht nach europaeischer Art assen.

So, nun muessen wir langsam abbrechen, denn unser Cyber Cafe moechte bald schliessen (it is 10p.m.)

Viele Gruesse  Raphi and Edi


Reisebericht 3                                                             Seitenanfang
Nachdem wir uns mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln zurechtfanden, und mit Karten und Informationsmaterial bewaffnet waren, konnten wir unsere Entdeckungsreise in Chicago starten.
Um uns einen Ueberblick ueber das ganze Stadtbild zu beschaffen, liessen wir uns mit dem angeblich schnellsten Lift der Welt auf das bis 1996 hoechste Gebaeude der Welt katapultieren: Den Sears Tower. vom 103 Stockwerk aus betrachteten wir die Skyline die zwar lange nicht so imposant ist wie die von New York, aber das macht sie durch den architektonischen Feinschliff mehr als wett. Um die ganze Aussicht noch bei night zu erleben, besuchten wir am gleichen Tag noch das John Hancock Center. Als wir mit dem Lift ins 93. Stockwerk unterwegs waren, teilte man uns doch glatt schon wieder mit, dass wir uns im schnellsten Aufzug der Welt befaenden...!?
Natuerlich durfte die fast obligatorische Museumstour nicht fehlen: Zwischen Shedd Aquarium, Museum of Science and Industry und dem Adler Planetarium benoetigten wir den Sandstrand am Lake Michigan dringend als Ausgleich. Bei angenehmem Lueftchen und schoenen Aussichten (!) ist die Hitze von 30 - 35 Grad naemlich am Besten zu ertragen.
Zum Abschluss von Chicago gingen wir noch mals "richtig fett go aesse", was wir aber sowieso fast jeden Tag einmal machen. Mittlerweile haben wir uns an folgenden Foodrhythmus gewoehnt:
Zum Z'morge (for Edi only): Continental breakfast, Donuts oder Croissants
Zum Z'mittag: Burger, Hot Dogs oder sonstigen typischen Ami-Frass
Zum Z'nacht: Ribs, Steaks, XXXL-Burgers oder sogar Salat (in diversen Geschmacksrichtungen wie z.B. Erdbeer, Ruebli oder Onions)

Am 4.September war es dann endlich so weit - wir konnten nach einer 3/4-stuendigen U-Bahnfahrt zum O'Hare Airport unseren Mietwagen abholen: Ein schneeweisses Mustang-Cabriolet.
Selbstverstaendlich begann es an diesem Morgen zu regnen. Nachdem wir Chicago im "Schiff" umschifft hatten, konnten wir die erste Route 66 Etappe in Angriff nehmen. Sie fuehrte uns quer durch Illinois durch unendlich grosse Maisfelder der Sonne entgegen nach Litchfield, ein kleines Kaff etwa 20 Miles vor St.Louis.
Am naechsten Tag fuhren wir weiter nach Corvette-City (Bowling Green). Raphi musste sich ziemlich zusammenreissen, um die Geschwindigkeitslimiten einzuhalten, denn irgendwie zog in diese Stadt wie ein Magnet an. Nachdem wir unser Motelzimmer bezogen hatten, begaben wir uns auf die Foodsuche woraus eine 35-Meilen-Spritztour wurde (als ob die 400 Miles von Litchfield nach Bowling Green nicht schon genug gewesen waeren!). Am naechsten Morgen mussten wir uns natuerlich zuerst das Corvette Museum ansehen. Ein Muss fuer jeden Corvette-Fan! Man kann das Museum sogar fuer Privatanlaesse wie zum Beispiel Hochzeiten benutzen. Raphi ist schon eifrig am Planen. (So en in der GM Fabrik konnten wir dann live erleben, wie diese automobilen Kunstwerke entstehen.
Da wir noch etwas Zeit uebrig hatten, fuhren wir am Nachmittag zum Mammoth Cave - National Park, wo wir eine Hoehle besichtigten.

Am Donnerstag fuhren wir nach St.Louis. Diese Stadt liegt wieder an der Route 66 und hat einiges zu bieten: Das Wahrzeichen dieser Stadt ist der Gateway Arch, das Tor zum Westen. Es sieht aus wie ein halbes Mc Donald M aus Chromstahl und ist 192m hoch. Selbstverstaendlich, wie koennte es auch anders sein, kann man nach einer 4-minuetigen Gondelfahrt im Inneren des Arch vom hoechsten Punkt aus die Aussicht ueber die Stadt geniessen.
Das zweite Highlight dieser Stadt ist die Anheuser Busch Brewery. (Erinnert ihr euch noch an unser Abschiedsfest vom 12.August?)
Wir machen uns in den naechsten Minuten auf den Weg dorthin. Prost!

An dieser Stelle moechten wir uns einmal bei denen bedanken, die sich die Muehe machen, uns zurueckzuschreiben. Wir freuen uns ueber jede Art von News aus der Schweiz!

So, und nun haben wir einen RIIIEEESENDUUURST bekommen, den wir nun dringend loeschen muessen. "Oeb das aecht guet chunnt?"

Viele Gruesse  Raphi and Edi

 

Reisebericht 4                                                             Seitenanfang
Das war wohl ein wenig zu viel des guten Budweisers... aber die Degustation war wirklich 1A!
Nachdem wir unsere Hausfrauenkuenste zum Besten gegeben hatten, stuerzten wir uns mit frisch gewaschenen Klamotten ins Nightlife of St.Louis. In der Morgan Street Brewery ging wirklich die Post ab, und wir mussten uns zwingen, zu einer einigermassen christlichen Zeit ins Motel zu kommen, denn am naechsten Tag erwarteten uns einige Asphaltmeilen! Nach etwa 240 Meilen (durchschnittliche Tagesetappe) quer durch Missouri landeten wir nach einem Besuch der Meramec Caverns am Abend in Lebanon. Nachdem wir uns in einem "All you can eat"-Laden fuer wenige Dollars die Baeuche bis kurz vor dem Platzen gefuellt hatten, fanden wir in diesem Kaff sogar ein Kino. Fuer den nicht gerade umwerfenden Film "The Cell" (dafuer mit der umwerfenden Jennifer Lopez) hatten wir, mal abgesehen von zwei Schmusepaerchen, eine Privatvorstellung. Fuer uns Schweizer unvorstellbar, insn't it?

Die Fahrt fuehrte uns bei Temperaturen um 40 Grad Celsius via Tulsa weiter nach Bristow. Am naechsten Tag fuhren wir ueber Oklahoma City und El Reno weiter nach Weatherford.
Oklahoma City ist ein ziemlich verschlafenes Nest. Beruehmt wurde es eigentlich erst durch die Oelfunde in der Gegend. Sogar vor dem Regierungsgebaeude steht ein Oelbohrturm mitten im Park!
Apropos Oel oder besser gesagt Benzin: Mit Benzinpreisen um $1.50 pro Gallone (3.785 l) fahren wir hier in Amerika relativ guenstig, trotz des saumiesen Dollarkurses. Die Umrechnung in Liter und Franken koennt ihr selber vornehmen, auch wir muessen uns mit den amerikanischen

Spezialmasseinheiten herumquaelen!

Am 13.9. trafen wir in Amarillo ein. Nachdem wir die Cadillac-Ranch fotografiert hatten (Kenner wissen, dass dies 10 halbeingebuddelte Caddies sind) besuchten wir die "Big Texan Steak Ranch". Wer genug Hunger mitbringt, kann hier gratis essen. Die Bedingungen sind einfach: Man verdruecke ein 72oz-Steak (ueber 2kg) inklusive Beilagen (Salat, Shrimp-Cocktail und Baked Potatoe) innerhalb einer Stunde, ansonsten wird man zur Kasse gebeten. Wir hatten lange daran herumstudiert, doch leider hatten wir in den Tagen zuvor nicht gefastet... to bad!!!

Von Amarillo aus ging es dann ueber Las Vegas weiter nach Santa Fe. Leider war das noch nicht Las Vegas in Nevada, denn etwas Geld wuerde unserer Reisekasse guttun! Santa Fe ist ein ziemlich ueberlaufenes Touristenkaff, obwohl es ausser der im Pueblo-Stil gebauten Altstadt nicht viel zu bieten hat. Deshalb fuhren wir am naechsten Tag schon wieder weiter ueber Albuquerque (sprich Albiukoerki) nach Gallup.
Wir befinden uns jetzt mitten im Indianerland. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Albuquerque nur aus Indianerramschlaeden besteht. Bis jetzt sind wir trotz einem Abstecher ins Indianerreservat noch keinen gefiederten Haeuptlingen mit Pfeil und Bogen begegnet. Na ja, auch hier wurden die Pferde durch Pick-Up's ersetzt! Trotzdem spuert man hier in Gallup noch einen Hauch der Indianerkultur.

Auf unserem Abstecher abseits der Route 66 staunten wir wieder einmal ueber die Gegensaetze der amerikanischen Landschaft: Zuerst fuhren wir viele Meilen durch sehr trockene Buschlandschaft, und ploetzlich sahen wir ein Schild "Lake of Ramah". Aus lauter Gwunder folgten wir diesem Wegweiser, und tatsaechlich trafen wir auf einen ueberdimensionalen Teich mitten in der Steppe!
Auch auf der Route 66 haben wir schon sehr unterschiedliche Landschaftsabschnitte durchfahren: In Illinois bestimmten riesige Maisfelder das Landschaftsbild, danach folgte die huegelige Flusslandschaft von Missouri. Nach einem kurzen Stueck durch Kansas bretterten wir durch das trockene, rotgruene Grasland von Oklahoma direkt in die unendlichen Weiten von Texas. Erst nachdem wir die Grenze zu New Mexico ueberschritten hatten, tauchten wieder die ersten Huegel auf. Rotbraune Tafelberge wechselten mit gruenen Taelern.
Danach kamen wir in "The Grand Canyon State" Arizona. Wir staunten nicht schlecht, als wir die Uhr wieder eine Stunde zurueckstellen mussten, weil Arizona der einzige Staat ist, der keine Sommerzeit kennt.
Zum Glueck fuer uns - so hatten wir noch genuegend Zeit, durch den Petrified National Forest zu fahren und dabei einen perfekten Sonnenuntergang zu bestaunen. In dieser Steinwueste sieht man viele versteinerte Baumstaemme. Was einmal Holz war, ist nach vielen Jahren zu Quarz und Amethyst geworden - ein Wunder der Natur.

In Holbrook wollten wir eigentlich im beruehmten Wigwam-Motel (das Motelzimmer ist ein Tipizelt aus Beton) uebernachten. Weil es aber schon geschlossen hatte, checkten wir im naechstbesten Motel ein, was wir aber bitter buessen mussten. Im Stundentakt oder noch haeufiger donnerten Gueterzuege hinter dem Motel vorbei, was das ganze Motelzimmer zum Erzittern brachte. Das haetten wir ja noch ueberlebt, aber dass jeder Zug noch mindestens drei Mal pfeifen musste, war dann doch zuviel des Boesen...
Auf jeden Fall fuhren wir dann am naechsten Morgen trotzdem weiter nach Flagstaff. Unterwegs besuchten wir den Meteor Crater. Ein etwa 250m tiefer Krater, verursacht durch einen Meteoriteneinschlag vor 50'000 Jahren (da hatten wir noch in die Windeln geschissen, didn't we?). Als wir dann an der Kasse anstanden um unglaubliche $10 fuer ein bisschen Loch zu bezahlen, stiessen wir - wie schon so oft in letzter Zeit - auf komisch sprechende Europeans, die sich Schweizer nennen. In den letzten Tagen wurden wir schon von einer Horde Berner-Harley-Fahrern verfolgt. Mittlerweile haben wir sie abgehaengt, was nicht allzu schwer war bei dem typischen Bernertempo, das sie drauf hatten!

Morgen werden wir die Route 66 fuer ein Weilchen verlassen und uns den Nationalparks von Arizona zuwenden (Grand Canyon + Co.).

Das naechste Mal werden wir uns dann wahrscheinlich aus dem Gamblerparadies Las Vegas (Nevada) melden. Wir freuen uns jetzt schon auf eure Reiseberichtkommentare!!!

cu  Edi & Raphi

 

Reisebericht 5                                                             Seitenanfang
Nachdem wir einmal die meterdicke Schicht von flachen Insekten an unserer Wagenfront abgekratzt hatten, machten wir uns von Flagstaff aus auf den Weg zum Grand Canyon.
Wir genossen die Fahrt durch die Foehrenwaelder so richtig. Waeren die Narben der vielen Waldbraende hier nicht gewesen, haette man meinen koennen, man sei in der Schweiz. Als wir dann bei der Eingangspforte noch zwei Motorraeder mit SZ-Nummernschildern sichteten, waren wir dann wirklich nicht mehr sicher, ob das die Schweiz oder Amerika sei. Erst recht als sie uns sagten, dass sie aus Freienbach kaemen! Nach einem ausgiebigen Picknick machten wir uns dann auf den Weg, den Grand Canyon zu erkunden.
Um nicht ganz zu verrosten, begaben wir uns auf einen ca. 8 Meilen langen Trail down to the Canyon. Etwas muede genossen wir dann den Sonnenuntergang am Grand Canyon. Einfach wonderful! Dass Edi etwas muede war merkte man ihm spaetestens im Motel an, als er sich statt Shampoo Bodylotion in die Haare schmierte...(!)
Am naechsten Tag fuhren wir durch das Monument Valley. Auf einer staubigen Rundstrecke testeten wir die Off-Road-Qualitaeten unseres Mustangs. Er musste zwar einiges an Staub schlucken, aber er ueberlebte diese Wuestenschlacht. Das Wettrennen mit den beiden Stadtzuercher Studenten (mit Gelaendewagen!) haben wir auf jeden Fall gewonnen!
Am spaeteren Nachmittag schauten wir uns dann noch im Schnellzugstempo den Natural Bridges National Park (N.P.) an. Raphi konnte dann einem schoenen Kiesstraesschen ueber den Bear-Ears-Pass nicht widerstehen. Leider ging die Sonne schon bald unter, aber nach einer zweistuendigen Irrfahrt durch einen National Forest landeten wir dann doch in unserem Tageszielort Blanding. Noch nie im Leben haben wir so viele (und auch so grosse) Rehe und kleine Osterhasen gesehen!
Am 21.September fuhren wir dann nach Moab, unseren Ausgangspunkt fuer den Canyonland- und den Arches N.P. Hier stiessen wir schon wieder auf die Zuercher vom Monument Valley, was wir natuerlich mit einem Bier begossen.Danach ging es weiter quer durch den Capitol Reef N.P., wo wir feine Aepfel frisch von den Baeumen klauten, nach Tropic. Da wir nach dem Motelbezug noch etwas Zeit hatten, fuhren wir trotz eisigem Wind noch zum Bryce Canyon, um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Leider lagen diese wohl schoensten Felsenformationen schon im Schatten. Deshalb beschlossen wir, die Fotosession auf den naechsten Tag zu verschieben.
Als wir dann am naechsten Morgen extra frueh aufgestanden waren, fing es doch wirklich an zu regnen! Selbstverstaendlich fuhren wir "haerte Sieche" trotzdem zum Canyon. Wir staunten nicht schlecht, als sich der Regen langsam in Schnee verwandelte. Als wir beim Aussichtspunkt angekommen waren, standen wir mitten im Schneegestoeber! Wir schossen trotzdem ein paar Fotos und ergriffen sofort die Flucht in Richtung Zion N.P.
Dort ging es dann auch nicht lange, und wir wurden "gruusig verschifft"!
Also "blochten" wir suedwaerts back to Flagstaff.
Nach einem mehr oder weniger erholsamen Schlaf ging es dann auf der Route 66 weiter nach Kingman. Weil wir da zu frueh eintrafen, fuhren wir ueber den Hoover Dam (zur Touristenattraktion gemachtes Waegitaler -Wasserkraftwerk) direkt nach Las Vegas.
Hier liessen wir es uns nicht nehmen, in einem der typischen Las Vegas -Hotels abzusteigen: dem Pyramidenfoermigen Luxor mit etwa 4400 Zimmern. Las Vegas ist gar keine richtige Stadt. Sie besteht nur aus Hotels und Casinos, welche alle miteinander durch Rolltreppen, Bruecken, Lifte und Hochbahnen miteinander verbunden sind. Auch die Leute hier sind mindestens so verrueckt wie die ganze Stadt. So sahen wir doch tatsaechlich Spielsuechtige, die schon zur Mittagszeit (bei schoenstem  Wetter) nichts anderes zu tun hatten, als ihr Vermoegen in Einarmige Banditen zu stecken. Wir bevorzugten dann doch die hoteleigene Poolanlage (das Wetter ist inzwischen wieder traumhaft!).

Morgen nehmen wir dann wieder Kurs zurueck zur Route 66. Falls wir noch genug Geld haben, um das teure Benzin (bis zu $2 pro Gallone) zu bezahlen!

Viele Gruesse von den leider noch nicht Casinomillionaeren

Raphi & Edi

 

Reisebericht 6                                                             Seitenanfang
Vegas by night,dieses Ereignis liessen wir uns nicht entgehen.
Nachdem wir die zum Teil sehr aufwendigen Shows der einzelnen Hotels Bestaunt hatten, bestiegen wir den Stratosphere-Tower. Da es keine Treppe gab, mussten wir leider mit dem Lift vorlieb nehmen. Weil wir die Aussicht auf 300 Meter Hoehe etwas duerftig fanden, liessen wir uns mit dem "Big Shot" weitere 50 Meter in die Hoehe katapultieren. Ein Adrenalinschub hoechsten Grades...
Am 27. Sept. verliessen wir das Gambler-Paradies Las Vegas -  den Jackpothaben wir uns fuer naechstes Mal aufgespart!
Am Nachmittag rasten wir wieder zurueck nach Kingman, wo dann"Huusfraueabig" angesagt war. Das heisst:
1. Waesche in Maschine stopfen und Waschprogramm starten.
2. Am Swimmingpool haengen bis Waesche fertig.
3. Waesche in Tumbler werfen.
4. Sich im Whirlpool von der anstrengenden Arbeit erholen!
5. Waesche aus dem Tumbler in die Reisetasche werfen.
6. Den gewonnen Waeschekrieg mit einem Budweiser begiessen.
Uff, war das ein "Chrampf"!!!

Am naechsten Tag ging es dann bei Temperaturen ueber 40 Grad Celsius

weiter durch die Mohave-Wueste nach Victorville. Unterwegs kamen wir noch in Oatman vorbei, wo man auf der Strasse von wildlebenden Eseln begruesst wird.
Von Victorville aus starteten wir dann zur letzten Etappe der Route 66: Quer durch das Verkehrschaos von Los Angeles nach Santa Monica, der lange ersehnten Beach entgegen.
In L.A. mussten wir zum Glueck nicht auf Hotelsuche gehen. Wir durften 3 Naechte bei Bekannten von Edi verbringen. Da L.A. sonst nicht allzuviel zu bieten hat, erholten wir uns an den verschiedenen Straenden von L.A. (sabber, sabber...!). Am 3. Tag kaempften wir uns dann doch noch durch den Freeway-Dschungel bis nach Hollywood vor. Da uns die hohen Eintrittspreise bei den Universal-Studios abschreckten, fuhren wir zum Hollywood-Boulevard, wo wir die Plaetze fuer unsere "Walk-of-Fame"-Sterne reservierten. Dann verliessen wir L.A. via Beverly Hills in Richtung Santa Barbara.

Greetings  Edi + Raphi

 

Reisebericht 7                                                             Seitenanfang
Wie im letzten Reisebericht schon geschrieben, landeten wir am 2.Okt. in Santa Barbara. Hier durften wir fuer 3 Naechte bei Leuten wohnen, die wir auf der Route 66 kennengelernt hatten. Ein Beweis der amerikanischen Gastfreundschaft...
Eigentlich wollten wir den Vergnuegungspark Magic Mountain besuchen. Als wir nach einstuendiger Fahrt dort eintrafen, mussten wir jedoch feststellen, dass er nur am Wochenende geoeffnet hat! Um den Rueckweg zu versuessen, deckten wir uns auf dem Rueckweg mit "Orangen frisch ab Baum" ein. Zwei Tage spaeter verliessen wir dann das schoene Staedtchen Santa Barbara. Auf dem Highway 1 ging es dann weiter in Richtung San Francisco.
Unterwegs machten wir am Hearst Castle halt. Ein gigantisches 165-Zimmer-Anwesen mit Sicht auf den Pazifik - einfach unbelievable! Nach einer Uebernachtung in Monterey Mittagshalt in Santa Cruz erreichten wir dann vollgestopft mit Seafood Alcatraz City.Auf der Shoppingtour am naechsten Tag verschickten wir dann die digitalen Postkarten damit ihr wisst, dass wir noch am Leben sind.San Francisco ist im Gegensatz zu L.A. eine richtige Stadt. Das Stadtzentrum laedt ein zum Geldausgeben, unser Schlechtwetterprogramm fuer den ersten Tag.
Zum Glueck fand die Sonne am naechsten Tag dann doch noch ein Loch in der Wolkendecke, und wir konnten die Sehenswuerdigkeiten von San Francisco bei schoenstem Wetter geniessen: Die Fisherman's Wharf mit den Seeloewen, das Marine-Museum und natuerlich die Golden Gate Bridge. Selbstverstaendlich durfte auch eine Fahrt mit dem Cable Car nicht fehlen. Waehrend dem ganzen Tag renkten wir uns fast die Haelse aus - nein, nicht nur wegen den scharfen Girls, sondern vor allem wegen der Flugshow, die zufaelligerweise gerade ueber der San Francisco Bay stattfand.
Als wir einen Tag spaeter in Richtung Napa Valley unterwegs waren, holte uns der Regen wieder ein. Doch das hinderte uns nicht daran, eine Weindegustationstour quer durch das Valley zu unternehen.Eigentlich wollten wir noch den Yosemite National Park besuchen, doch wegen Schneegefahr zogen wir das Schlafkaff Sacramento vor.Nach einem Besuch im Sixflags Marine World in Vallejo ging es dann mit bleichem Gesicht und achterbahntraumatisiertem Magen zurueck nach San Francisco.
Nach der muehsamen Hotelsuche wurde uns dann schlagartig klar, dass sich unser gemeinsamer USA-Trip langsam dem Ende naehert. Selbstverstaendlich durfte aber der ALCATRAZ-Trip nicht fehlen. Nach geglueckter Flucht starteten wir einen Raubzug durch die Stadt. Raphi hat sich morgen einen Flug in Richtung Schweiz gebucht, um das Diebesgut zu sichern. Edi wird dann am Montag den Fluchtwagen entsorgen und drei Wochen California geniessen, bevor er dann als braver Student in San Diego wieder zum Vorschein kommt.

Viele Gruesse aus Frisco  Edi & Raphi

 

Reisebericht 8                                                             Seitenanfang
Sonntag, der 15. Oktober - unglaublich, wie schnell zwei Monate vergehen koennen. Unseren letzten Tag verbrachten Raphi und ich zum groessten Teil auf einem Felsenkliff sitzend und den Wellen lauschend. Nachdem ich mich am Flughafen von ihm verabschiedet hatte, fuhr ich zurueck in die Downton von San Francisco. Dass mich mein Navigator verlassen hatte, bekam ich schon in den ersten Minuten zu spueren, als ich mich auf dem Freeway in Richtung San Jose befand!
An diesem Abend hatte ich absolut keine Lust mehr, ein Motel zu suchen. Die einzigen drei Male, die ich im Mustang uebernachtete: S'erscht, s'einzig und s'letschte Mal! Wenigstens erlebte ich am naechsten Morgen einen schoenen Sonnenaufgang.
Die Wagenrueckgabe verlief problemlos. Unser weisses Mustang Cabrio mit dem Kennzeichen IL LPS 751 war um 6 Wochen und 6945 Meilen (ziemlich genau 11'111 km) aelter...
Mit gemischten Gefuehlen begab ich mich danach auf die Bettsuche. Nach einem langen Fussmarsch wurde ich dann in der YMCA Chinatown fuendig.Am naechsten Tag schipperte ich nach Angel Island, wo ich bei schoenstem Wetter eine kleine Biketour. Das tat gut, und ich konnte meine Gedanken wieder ein bisschen ordnen.
Am naechsten Tag hiess es dann Abschied nehmen von der schoenen Stadt San Francisco. Nachdem ich fast den Bus verpasst hatte, weil ich die Haltestelle nicht fand, erreichte ich nach 11-stuendiger Amtrak Bus- und Zugfahrt Fullerton.
Hier ruestete ich mich mit einem Motorrad und Campingausruestung aus. Das nahm einige Tage in Anspruch, und so verliess ich L.A. erst wieder am Montag, 23. Oktober. Bei bewoelktem und regnerischem Wetter machte ich mich mit meiner Honda CB 750 Nighthawk auf den Weg in Richtung Joshua Tree National Park. Ich hoffte, in der Wueste Mohawe die Sonne anzutreffen, wurde aber bitter enttaeuscht: Man sagte mir, es sei der dritte Regentag in diesem Jahr... (Ich glaube, ich lasse mich als Regenmacher in der Wueste anstellen.)
Nachdem ich nach einer Regennacht in meinem Billigzelt erwachte, besserte sich das Wetter dann doch, und ich konnte die Joshua Trees (Mischung zwischen Palmen und Kakteen) in den folgenden zwei Tagen so richtig geniessen.
Danach ging es in noerdliche Richtung weiter. Da mich in Forecrest der Regen wieder einholte, fuhr ich dann direkt ins Tal des Todes. Bei angenehmen 25-30 Grad (relativ kuehl fuer diese Gegend) genoss ich das Death Valley. Einen Tag lang kurvte ich den Sehenswuerdigkeiten nach. Ich muss sagen, auf dem Toeff erlebt man die ganze Natur noch viel naeher als im Cabrio...
Am naechsten Tag besuchte ich noch einen Wasserfall mitten in der Wueste und machte eine dreistuendige Kletterwanderung im beeindruckenden Wuestengestein.
Auch hier durften wir die Uhr an diesem Wochenende um eine Stunde zurueckstellen. Deswegen konnte ich mit den deutschen Maedels hier mit gutem Gewissen ein wenig laenger bechern!
Unter Begleitung des 4-Zylinder Nighthawk Sounds (nur Harley geknatter waere schoener), ging es dann weiter zum Red Rock Canyon State Park.Da das Wetter leider nicht so mitspielt, musste ich die Passstrassen durch den Yosemite wegen Schnee leider streichen. Das heisst aber nicht, dass ich nicht genug Programm haette fuer die naechsten Tage...

Viele amerikanische Salutes  Edi

 

Reisebericht 9                                                             Seitenanfang
How are you doing today?
I apologize, I have to speak and write in English now. So, this will be my first travel report in English. I hope, you can find someone who can translate this shit and when not, it isn't a problem because I was joking anyway. I'll write in German now, I think the people who can't speak English will appriciate it.

Nach meinem Death Valley trip besuchte ich den Red Rock Canyon State Park in der Naehe von Ridgecrest. Es war scheissekalt in dieser Nacht, aber wenigstens regnete es nur die halbe Zeit. Bis am naechsten Morgen hatten sich die Wolken dann verzogen, und ich fuhr bei schoenstem Wetter dem Lake Isabella entgegen. Von dort aus wollte ich ueber einen Pass in Richtung Sequoia Tree N.P. fahren, aber als es auf 6500 feet zu schneien begann, kehrte ich dann doch um.
Nach einer Motelnacht in Bakersfield konnte ich es dann doch nicht lassen, die grossen Baeume im Sequoia N.P. zu besuchen.
Es ist schon beeindruckend wenn Du unter einem 180m hohen Christbaum stehst der einen Durchmesser von ueber 11m hat (der Name eines Baumes ist tatsaechlich Christmas Tree, und Schnee hatte es auch).
Da ich fast erfror, machte ich einen Besuch nach Japanerart: Foto hier, Foto da, ein kleiner Spaziergang und nichts wie weg!
In der folgenden Nacht konnte ich gratis auf einem Campingplatz uebernachten. Die Besitzer hatte ich am Vortag irgendwo auf der Strecke

getroffen!
Nach einer langen Toeffahrt nach San Francisco und einer weiteren Zeltnacht in einem State Park besuchte ich den John Muir National Park. Dieser Park hat mich nicht besonders beeindruckt, und ich machte mich auf dem Weg in Richtung sued.
Diesmal konnte ich den Highway 1 in vollen Zuegen und bei bestem Wetter geniessen.
Ich fuehlte mich wie ein Koenig auf dem Motorrad. Auf der linken Seite die gruenen Huegel, auf der rechten Seite die Kliffs und der unendlich weite, blaue Ozean. Da fehlte nur noch die Krone, aber ich hatte ja meinen Helm...
Nach den zwei wohl fast schoensten Tagen auf meinem Trip mit wundervollen Sonnenauf- und Untergaengen erreichte ich dann am 4. November nach zwei Wochen Camping wieder meinen Ausgangspunkt L.A.
Am naechsten Tag hiess es dann definitiv aufbrechen nach San Diego. Nach zwei Stunden Fahrt erreichte ich San Diego, mein zu Hause fuer die naechsten 6 Wochen.Von der hostfamily wurde ich sehr freundlich empfangen. Ich wohne bei Nancy Kincaid etwa 5 Kilometer von der Schule entfernt. Nancy wohnt alleine und ich bin auch der einzige Student, der bei ihr wohnt.
Ich habe ein sehr schoenes Zimmer in einem kleinen, aber wunderschoenen Haus. Es gefaellt mir wirklich sehr gut hier, und ich habe mich schon gut eingelebt.
Die Schule ist okay, ich besuche hier den First Examination-Kurs und wurde in eine laufende Klasse integriert. Das heisst fuer mich im Moment
nachbueffeln...

Viele Gruesse aus San Diego

euer armer Student Edi

 

Reisebericht 10                                                             Seitenanfang
Mittlerweile hat mich definitiv das Studentenleben eingeholt. Die Zeit vergeht fast unheimlich schnell, und ich darf nicht daran denken, dass der Tag des Examens mit so grossen Schritten naeher kommt.
Neben der Schule bleibt natuerlich auch noch Zeit fuer Ausgang, Ausfluege und "umehaenge" und "umeflirte".
Mein neues zu Hause gefaellt mir sehr gut. Meine Host-Mother Nancy ist sehr freundlch und nett. Sie ist geschieden, wohnt alleine und ist mitte 50. Ich habe ein grosses, schoenes Zimmer mit Fernseher und zwei Betten (falls ich mal Besuch kriegen sollte also kein Problem).
Das Haus ist klein und sehr Stilvoll eingerichtet - Nancy arbeitet im Innendekorationsbereich, und ich muss sagen, diese Frau hat wirklich Geschmack was Moebel und Inneneinrichtung anbelangt.

Die Schule ist auch nicht so schlecht, ich habe mich gut eingelebt. Die "International House School" besteht aus etwa 6 Schulklassen auf unterschiedlichen Niveaus. Die meisten Studenten kommen - wie koennte es auch anders sein - aus der Schweiz.
Trotzdem geben wir uns Muehe, English zu sprechen. Denn wenn wir von den Lehrern beim Deutschsprechen erwischt werden, kostet es jedesmal einen Dollar. Und dieses Geld investieren wir dann doch lieber in andere Aktivitaeten...

Von San Diego habe ich auch schon einiges gesehen. Da waeren die schoenen Badestraende zu erwaehnen, die vielen Parks und Shopping Malls, Downtown...
Leider ist es zu kalt zum Baden und die schoenen kalifornischen Girls sind nicht am Strand. Doch im Ausgang kann es schon passieren, dass die Augen die eine oder andere Schoenheit entdecken!
Am vorletzten Wochenende besuchte ich mit einigen anderen Studenten das weltberuehmte Seaworld. Die Delphine, Wale, Seeloewen sind wirklich sehenswert und wir hatten "a lot of fun" dort, obwohl bei jeder Show wieder der Regen einsetzte.
Am letzten Wochenende fuhren wir mit zwei Autos nach Magic Mountain und genossen die vielen "Rollercoaster" im Sixflags Fun Park.
Sicher kommt euch "Magic Mountain" bekannt vor. Richtig, ich war mit Raphi schon einmal dort, aber weil der Park geschlossen war, mussten wir wieder umkehren. Dieses Mal hatten wir mehr Glueck und genossen die Fahrten auf den Achterbahnen bis es uns Truemlig wurde.
Unsere Frauen gaben zwar recht bald auf, aber wir "haerte Sieche" genossen es, bis der Park am Abend um 6.00 Uhr dicht machte.

So, da waers wieder einmal. Dieser Reisebericht ist halt nicht so interessant, aber so ist das Studentenleben nun mal.

Viele Gruesse und lacht euch nicht tot ab dem amerikanischen Praesidentendebakel, denn ich moechte euch noch lebendig antreffen wenn ich zurueckkomme

Edi